geschichte der klostergärtnerei

Die mittelalterlichen Klostergärten waren ursprünglich Nutzgärten, um die Klöster in ihrer Versorgung selbständig zu halten. Die Gestaltung dieser Gärten war immer von christlicher Symbolik beeinflusst. In der Entwicklung der Pflanzen- und Heilmittelkunde spielte das Wissen der Mönche um die Nutzung der Heilpflanzen eine wichtige Rolle.

Die Klostergärtnerei Gars steht in dieser Tradition und ist natürlich eng mit der Geschichte des Klosters verbunden. Nach der Gründung des Klosters 768 wurden in der Zeit der Augustiner-Chorherren barocke Zier- und Nutzgärten angelegt. Schließlich wurde das Klostergebäude nach bewegter Geschichte 1858 von den Redemptoristen übernommen und feierlich wieder eröffnet.

Um 1895 wurde das erste Glashaus errichtet. Damit begann in bescheidenem Umfang die Aufzucht und der Verkauf von Pflanzen. Die Geschichte unserer Gärtnerei nahm ihren erfolgreichen Lauf.

Unter dem Gärtnermeister Br. Ulrich Gaugele wurde 1963-1964 eine neue Gärtnerei aufgebaut und mit den Jahren ständig erweitert. Gleichzeitig wurden seit 1962 über 110 Lehrlinge in der Klostergärtnerei ausgebildet. Heute wird ca.1 ha Nutzfläche bewirtschaftet. Die Gewächshäuser erstrecken sich über ca. 3.500 m2.

Seit 2004 leitet der Gärtnermeister Julius Kagerer die Klostergärtnerei.

Bild: Sieger Köder